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Mutig, radikal und provokant rebelliert Charlotte Roches
Roman gegen Hygienehysterie und die sterile Ästhetik der Frauenzeitschriften,
gegen den standardisierten Umgang mit dem weiblichen Körper und seiner
Sexualität – und erzählt dabei die wunderbar wilde Geschichte einer ebenso
genusssüchtigen wie verletzlichen Heldin. Feuchtgebiete ist eine Exkursion zu
den letzten Tabus der Gegenwart.
Nach einer missglückten Intimrasur liegt die 18-jährige Helen auf der Inneren
Abteilung von Maria Hilf. Sie wartet auf den Besuch ihrer geschiedenen Eltern,
in der irren Hoffnung, die beiden könnten sich am Krankenbett der Tochter
endlich versöhnen. Unterdessen nimmt sie jene Bereiche ihres Körpers unter die
Lupe, die gewöhnlich als unmädchenhaft gelten, und lässt Krankenpfleger Robin
die Stellen fotografieren, die sich ihrem neugierigen Blick entziehen. Nebenher
pflegt sie ihre Sammlung von Avocadokernen, die ihr auch in sexueller Hinsicht
wertvolle Dienste leisten. Selbst wenn Helens Besessenheit eine Notoperation
nötig werden lässt - ihr ungestümer Witz und ihre Wahrhaftigkeit machen sie zu
einer Sensation nicht nur auf der Station des Krankenhauses. Sie spricht aus,
was andere nicht einmal zu denken wagen.
Charlotte Roche wurde 1978 in High Wycombe/England geboren und wuchs in
Deutschland auf. Für ihre Arbeit als Fernsehmoderatorin u.a. für Viva, arte und
das ZDF wurde sie mit dem Grimme-Preis und dem Bayerischen Fernsehpreis
ausgezeichnet. Charlotte Roche lebt in Köln, sie ist verheiratet und hat ein
Kind. Feuchtgebiete ist ihr erster Roman.
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