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Nichts Überraschendes für Django Asül, der Selbständigkeit
und Abhärtung schon aus der Zeit vor seiner Geburt kennt und deshalb nie Windeln
brauchte. Und just in einer Zeit, in der die großen Lenker und Manager ihre
Unfähigkeit durch Härte zu übertünchen versuchen, kommt ein Projektmanager daher
und will Djangos Schwester heiraten. Wie findet man da die Symbiose aus
Verständnis und Exekution? Und doch keimt auch in ihm der Wunsch nach einem
häuslichen Leben. Aber haben unverbesserliche Romantiker wie er überhaupt noch
eine Chance? Zumal er irrtümlicherweise oft für einen Macho gehalten wird.
Und neben all dem Trubel haben wir endlich die erweiterte
EU: Die große Vision, dass 25 Blinde zusammen so gut hören wie ein Taubstummer.
Während der deutsche Leistungsträger ins billige Ausland abwandert, herrscht
Uneinigkeit beim Thema Zuwanderung und Kopftuch. Ist deshalb der Türke an sich
noch nicht in der europäischen Wertegemeinschaft? Oder wartet er nur das baldige
Ende der deutschen Sozialdemokratie ab? Das große europäische Elend hat
seinen Ursprung im Westfälischen Frieden von 1648. Hat Deutschland also
vielleicht die Arschkarte der Weltgeschichte bereits damals gezogen und nicht
erst - wie so oft fälschlich behauptet - im November 1989? In einer Welt, in
der Weicheier keine Chance mehr haben und Härte zum obersten Prinzip erklärt
wird, bleibt Django Asül das, was er auf Wunsch seines Vaters schon immer war:
Ein Hardliner vor dem Herrn.
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