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Als 1933 in Deutschland die Nationalsozialisten an die
Macht kamen, verließen Intellektuelle in großer zahl das Land, darunter auch
viele Schriftsteller, namenhafte und unbekannte. Zuhause verlauemdet und
ausgebürgert führten die meisten von ihnen ihr Leben im Exil in existentiellen
Nöten. Fast alle litten an Heimweh und unter dem Verlust ihrer
muttersprachlichen Umgebung. Zwischen Hoffung und Resignation schwankend
beschreiben die Autoren in Prosa und Lyrik ihr Schicksal und kommentieren die
politische und kulturelle Entwicklung im faschistischen Deutschland. So wurde
die “Exilliteratur” zu einem einzigartigen, ergreifenden Teil der deutschen
Literaturgeschichte. Das Ensemble Cantaton mit Horst Schäfer und Burkhard
Engel zeigt in einer mit Musik verbundenen Lesung eine Auswahl literarischer
Zeugnisse von Thomas Mann bis Bertolt Brecht, von Stefan Zweig bis Hilde Domin
und Jean Amêry.
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