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Kalles Kiosk
So ist das Leben. - Jedenfalls stand es so in der Zeitung - Oder so
ähnlich.
In der Nachrichtenflut, die uns so tagtäglich aus Zeitungen, Radio und
Fernsehen entgegenströmt, das wirklich wichtige zu erkennen, fällt vielen
schwer. Bei Kalle Pohl führt der tägliche Wust an gedruckten Worten zu oftmals
ganz obskuren, enorm ko-mischen Theorien und dementsprechend schrägen
Lösungsvorschlägen. Zumal sich darin seine ganz persönliche und damit auch sehr
eigentümlichen Sicht der Dinge wieder findet. Zugespitzt werden die humorvollen
Einschätzungen durch seinen offensichtlichen Hang zum ausgewachsenen
Verschwörungstheoretiker und jeder Menge Halb-, Fast- und Falschwissen.
In seinem neuen Live-Programm Kalles Kiosk vermischt der Kölner Comedian
augenzwinkernd wild unterschiedlichste Informationen und Quellen und streut
hanebüchene Gerüchte, die natürlich mit harten Fakten, Fakten, Fakten verknüpft
werden. Seine angeblich historisch belegten, mit haltlosen
Könnte-sein-Schnellschüssen zu einem irren Wissensfirlefanz verwobenen
Geschichten, bringt Kalle Pohl dabei immer zu einem schelmisch grotesken Ende.
Dabei nimmt sich Kalle nicht nur aktuellen Themen und Aufregern an, er
kümmert sich auch um langlebigere Trend-Themen. Dabei spielt er gern die Rolle
des sprichwörtlich kleinen Mannes und bildet somit die (auch mal etwas
verwirrte) Stimme der ansonsten schweigenden Masse. Kalle Pohl greift deren
Unmut und auch Freude inhaltlich immer wieder auf, bildet sozusagen die neue
spaßvolle Wir sind das Volk-Bewegung als Ein-Mann-Version.
Ob Sinn oder nicht Sinn? Keine Frage, eines kommt dabei auf jeden Fall
zustande: Bei Kalle Pohl darf gelacht werden!
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