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Auf Burg Eulenstein haust seit
uralten Zeiten ein kleines Gespenst. Es ist eines jener harmlosen
Nachtgespenster, die niemandem etwas zu Leide tun, außer man ärgert sie. In
einer alten, hohlen Eiche am äußersten Rande des Burgberges, lebt ein weiteres
Nachtgeschöpf, der Uhu Schuhu. Das kleine Gespenst besucht ihn oft in der Nacht.
Dabei sitzen die beiden auf einem Ast und unterhalten sich. In dieser Nacht hat
das kleine Gespenst einen außergewöhnlichen Wunsch; es möchte einmal das
Tageslicht erblicken. Der Uhu Schuhu rät dem kleinen Gespenst dringend von
diesem Gedanken ab. Er meint, dass Nachtgeschöpfe für das Tageslicht nicht
geschaffen seien und kleine Gespenster schon gar nicht! Trotzdem versucht das
kleine Gespenst mit aller Macht den Tag zu erleben. Nachdem zwei Wochen
vergeblicher Mühe vorüber sind, hat das kleine Gespenst die Hoffnung aufgegeben
jemals das Tageslicht zu erblicken, doch gerade dann, wenn man nicht damit
rechnet, erfüllen sich die Wünsche. Tatsächlich erwacht das kleine Gespenst
eines Tages nicht um Mitternacht, sondern um 12 Uhr Mittags. Natürlich will sich
das kleine Gespenst die Welt bei Tage ansehen, dabei begegnet es natürlich auch
den Menschen. Doch seit es am Tage spukt, ist das kleine Gespenst völlig schwarz
geworden. Eine unbeschreibliche Aufregung herrscht im Städtchen Eulenberg, die
nur noch vom "schwarzen unbekannten" sprechen. Zu allem Überfluss bringt das
kleine Gespenst auch noch die 325-Jahrfeier der Stadt durcheinander.
Ab 3 Jahren
90 min mit pause
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