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Topas, Gewinner des "Hamburger Comedy–Pokals 2010"
Der 37–jährige Schwabe beeindruckt in seinem gut zweistündigen Bühnenprogramm
mit einem scheinbar unerschöpflichen Repertoire an Unterhaltungskunst. Die
größte Stärke des Kabarettisten liegt neben der Vielfalt seines Programms vor
allem in der Leichtigkeit, mit der er durch den Abend führt. Glaubhaft erzählte
er von Themen, die ihn scheinbar tatsächlich bewegten. Mit angenehmem Witz und
einer Spur Selbstironie reist Topas das Publikum mit
Topas erforscht die Psyche von Apparaten und wie sie uns auf die Nerven
gehen. Er kämpft mannhaft mit Handys, Sprechanlagen und
Bewegungsmeldern. Topas lüftet die letzten Geheimnisse unserer Zeit: wie auf
der Bühne Applaus „gezogen“ wird, wie Penisverlängerung funktioniert und was es
im Swingerclub zu essen gibt. In diesem Programm werden fast alle zentralen
Fragen der Menschheit geklärt: Kann man Rucola tatsächlich essen? Eignet sich
Judo zur Selbstverteidigung? Wie gefährlich sind Rattanmöbel wirklich? Die
Zuschauer begegnen Dr. Porgert, einer gebissauffälligen Kieferorthopädin. Und
da Topas bekennender Fan von Howard Carpendale ist, liest er sogar einige Zeilen
aus der Biographie jenes Meisters der weichen Zischlaute laut vor. Mut, der
Anerkennung verdient.
Joachim Zawischa, 2. Platz "Das schwarze Schaf 2009"
Der Benzinpreis steigt und das Fernsehniveau sinkt. Es geht drunter und
drüber, selbst die Alterspyramide steht Kopf. „Vorn ist Hinten“ – das ist das
Motto eines Landes, in dem man Gummibärchen im Baumarkt kaufen kann und in dem
zusammenwächst, was nicht zusammengehört: Kartoffeln und BASF! Fährt der Zug in
die falsche Richtung oder ist nur die Wagenreihenfolge geändert? Egal, irgendwie
ist hinten immer vorn oder umgekehrt.
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