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Wolfram Huschke, ein schräger Typ …
Wer immer noch glaubt, dass ein Musiker mit seinem Instrument nicht
verschmelzen könne, wird von diesem Ausnahmemusiker und Entertainer eines
Besseren belehrt.
Gemeint ist der Cellist Wolfram Huschke.
Zwei Exemplare der Gattung Cello begleiten ihn bei seinen Konzerten: das
klassische, für Symphoniekonzerte geeignete Cello, und das andere, elektronisch
verstärkte, für die Dimensionen eines Rockkonzertes. Mit Beiden haut der
vielreisende, aus Weimar stammende Individualist auf den „Putz“.
„Ich will einfach nur Musik machen“ bekennt er zwar, doch seine an den
Instrumente geschrubbten, gezupften und gestrichenen Kompositionen sind einfach
mehr als bloße Musikstücke, vielmehr scheint sich in ihnen ein ganzer Kosmos an
Ausdrücken, Emotionen und Experimenten zu vereinigen.
Klassisch anmutende Streicherpassagen wechseln sich mit „brachialen“ Klängen
ab, ein riskanter Melodieversuch läuft schon mal bewusst ins Leere und dazu
singt der 41jährige mit der Stimme eines abenteuerlichen Kastraten in einer
eigens entwickelten, alle Gefühle der Welt ausdrückenden Phantasiesprache.
Gern sperren die Zuhörer Augen und Ohren auf – und staunen über die virtuose
Spieltechnik, mit der Huschke seinem Instrument vertraute wie höchst
ungewöhnliche Klänge entlockt. Rasend schnelle Läufe wechseln mit zärtlich
hingehauchten Tonfolgen, rockige Sounds folgen disharmonischen Akkorden.
Mittendrin auch mal eine lustige Country Melodie. Mit und ohne Bogen
entfaltet der Solist mit jeder Menge Hingabe die ganze Bandbreite des
Streichinstrumentes – von zirpenden und schmirgelnden Klängen bis hin zur
Realisierung einer stampfenden Lokomotive bei der Einfahrt in den Bahnhof oder
er macht einen kleinen Ausflug ans Meer und lädt ein zu Walgesängen…
Fotos und Vita auf www.huschke.de
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