Zum 25. Mal: Die Bünder
Comedy Night!!! diesmal mit Michael Schönen, Heino Trusheim, Die Zweibeiner, Sebastian 23 und
Johannes Flöck.
Michael Schönen, der Dichterfürst unter den Comedians,
sympathischer Sprachdompteur, erhardesker Reimkünstler und ansonsten körperlich
unsportlicher Wortakrobat, beweist, daß Gereimtes keineswegs out ist und Humor
auch intelligent und komisch sein kann. Er läßt Papageigen und
Triangelefanten aufspielen, diktiert und stottert Liebesbekundungen im
fliegenden Wechsel, warnt vor übermäßigem Alkoholgenuß bei Auerhähnen und
erklärt, warum die Vorsilbe ver- abgeschafft werden muß. Seine Vortragsform
ist lyrisch-komisch, pointiert und voller sprachspielerischer Finesse: Eine
Verbindung aus Sprachwitz und Poesie, aus Comedy und Poetry – einfach Cometry.
WDR-Zuschauer sagen: Beneidenswertes Talent! Echte Kunst und sehr
amüsant. Michael Schönen verdient ein breiteres Publikum UND ein breiteres
Publikum verdient Michael Schönen. Johannes Flöck: Früher war ich
Jünger. In seinem neuen Programm FRÜHER WAR ICH JÜNGER entdeckt der Mann mit
dem sympathischen Sprachfehler das Besondere im Alltäglichen, das Große im
Kleinen und das Altern im Jugendwahn. Mitte Dreißig ist das Alter wo Happy und
Birthday - getrennte Wege gehen… Seine skurrilen Abenteuer bei der Kosmetikerin,
beim Jungessellenabschied oder auf einem Hip-Hop Konzert sind Angriffe auf die
Lachmuskel und stehen beispielhaft für das Genre Stand-up-Comedy. Johannes
Flöck gelingt das Meisterstück nicht im Bereich der Zote zu versumpfen,
stattdessen überzeugt er mit einem erfrischenden Potpourri aus phantasievollen
Ideen. (Bonner Rundschau) Reduzierung aufs Wesentliche gepaart mit viel
Selbstironie ist seine Waffe. Ich bin immer müde – außer wenn ich liege,
dann geht’s… Dennoch schafft er es, dass sich sein Publikum in vielen Szenen
wieder erkennt. Auch mimisch und gestisch weiß Flöck zu unterhalten, dabei ist
er stets galant aber auch hinterlistig. Ein Abend mit hochbegabtem Blödsinn der
nur eins zulässt, begeisterte Zuschauer! Johannes Flöck begeistert
einmal mehr…mit Charme, Ausstrahlung und jeder Menge Humor! (Neue
Westfälische) In seinem neuen Programm: Früher war ich Jünger! entführt er
die Zuschauer auf eine unterhaltsame und spannende Reise durch sein Leben und
Erlebtes. Da ist selbst der Alltag lustig.(Rhein-Zeitung)
Sebastian 23 ist älter als er ausschaut. Und gescheiter noch dazu.
In Bochum veranstaltet er den schönen Poetry Slam im Freibeuter und schreibt
nebenbei an der Uni Bochum seine Doktorarbeit in Philosophie. Gefühlsmoped
ist die Debüt-CD des Bochumer Liedermachers und Slampoeten Sebastian 23. In
seinen Texten und Liedern verhandelt der 27-jährige Philosophie-Doktorant
die großen Themen des Lebens: Identitätsprobleme von Pavianen, Drogenräusche,
den Zustand der jungen Generation und die Probleme 8-jähriger Mädchen.
Aber Sebastian 23 wirft nicht nur Fragen auf, er liefert auch Antworten z. B. im
Funny-van-Dannen´esken Song Esoterik Wirken manche Stücke anfangs wie Comedy
, wird beim weiteren Zuhören jedoch schnell klar, wo die besondere Qualität von
Sebastian 23 liegt. Die Brücke zwischen Witz und Ernst wird perfekt geschlagen,
die Komik verällt selten in Flachheit – und wenn, dann ist das Absicht. Wilhelm
Busch in Punk, bringt das Musikmagazin Visions die Lyrik von Sebastian 23 auf
den Punkt. Sebastian 23 prägte lange den Freiburger Slam, bevor ihn seine
akademische Karriere nach Bochum lockte. Auch er kann unzählige Slam-Siege in
seinem Palmarès vorweisen. Zürich, Schaffhausen, Berlin, München: Alles schon
gehabt. Sebastian 23 ist auch vermehrt auf Comedy-Bühnen unterwegs und hat
2006 den Bochumer Kleinkunstpreis gewonnen. Heino
Trusheim Früher war besser! Ja, ja! Früher war alles besser, hat Oma immer
gesagt. Heute ist der Hamburger Comedian Heino Trusheim plötzlich selbst in
einem Alter, wo genau dieser Spruch aus dem Apotheken-Kalender immer häufiger im
eigenen Kopf herumschwirrt –immer dann, wenn er seine Alters- und Artgenossen
betrachtet: Die eigene, im Milchschaum versinkende Generation mit der Lizenz zum
Dauerstudium und den Ewigkeits-Praktika, die sich von Aushilfen in deutschen
Filialen amerikanischer Coffee-to-go-Ketten in die Knie und deren
Unternehmensphilosophie zwingen lassen: Short, Tall oder Grande? Aroma Vanilla,
Caramel, Hazelnut, Toffee Nut oder Irish Cream? One shot, double shot oder
triple shot? Hier trinken oder To Go? Mehr Milch oder mehr Schaum? So nicht
– aber wie dann? Gute Frage, nächste Frage. Die 80er-Jahre-Jugend musste sich
doch immer nur entscheiden zwischen Adidas und Puma oder zwischen Dallas und
Denver: Das ist das große Dilemma unserer Generation: alles ist möglich, aber
nichts passiert, weil wir uns nicht entscheiden können. Die 68er hatten Ho-Tschi
Min, wir Marco Polo, resümiert der reuige Ex-Popper. Diese Erkenntnisse machten
erst ihn fertig - aber dann auch sein erstes abendfüllendes Programm.
Immerhin! Anfang 2007 konnte Heino Trusheim mit Früher war besser! vor 350
begeisterten Zuschauern und zwei positiv beeindruckten Kritikern im
Schmidt-Theater auf der Reeperbahn eine umjubelte Premiere feiern und tourt
seitdem über die Bühnen der Republik Zwei Beiner sind die komische
Antwort auf die großen Naturgewalten unserer Zeit. Die exzentrische Mimin Anja
Schöler trifft auf den cholerischen Komiker Christoph Schmidtke. Rampensau reibt
sich an Rampeneber. Zwei Schlachtrösser des wahren Humors endlich vor einem
gemeinsamen Unterhaltungskarren. Da spielt zusammen, was zusammengehört: Yin und
Yang, Tragik und Komik, Faust und Auge. Und hier treffen Mann und Frau noch
richtig aufeinander. Denn das Leben ist schöner, wenn Du jemanden hast. Du hast
mich & ich hass dich ist keine doofe Comedy über schuhekaufende Frauen und
dauerfurzende Männer. Es ist die Wahrheit über unsere Spezies in ihrer
schlimmst-komischen Essenz. Die Bühne
quillt über von seltsamen Figuren,
merkwürdigen Begegnungen, überbordender Komik. Frustrierte Kinderclowns treffen
auf Eskimos im Klimawandel. Vampir beißt Vegetarierin. Studienräte probieren
Dirty Talk. Schöler und Schmidkte toben mit einer
solchen Lust an lebendiger Unterhaltung, detailliertem Rollenspiel und Spaß an
der Freud über die Bretter, dass die Sparte Comedy für dieses Bühnenspektakel
viel zu klein ist. Was sie da tun, kann man nicht anders nennen als:
TheaterpunKomik. Christoph Schmidtke und Anja Schöler verstehen es in ihrem
Programm, sowohl geistreich-charmant als auch schrill-albern zu sein. Beides
gelingt ihnen perfekt, ihre zuweilen bitterbösen Texte sind verdammt nah an der
Realität, die in all ihrer skurrilen Banalität hemmungslos entlarvt wird.
Herrlich die Studie über Hildegund und Ernst-Rüdiger, das intellektuelle Paar,
das hinter all den gestelzten Worthülsen seinen Frust schiebt. Genial die Figur
der Puppenspielerin Stella Luna mit ihrer Bauchredner-Puppe Alois, die Graf
Bulbul, den dunklen Fürsten der Nacht, mit ihren Dinkel-Burgern das Fürchten
lehrt. Dann singt Inge (Mich hat schon jede Couch gesehen) ein kleines
Froh-Mach-Lied, und die frustrierte Schwangere wird von ihrem Partner getröstet.
Du hast mich & ich hass dich – das ist geistreiches Wortspiel, das ist
giftiges Entlarven, das sind Gemeinheiten über und unter der Gürtellinie, das
sind Schmidtke und Schöler in Bestform. Neue Presse
Coburg
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